Erneuerungsprozess CVP 2004
Um als Partei wieder erfolgreich zu sein, müssen neue Wählerinnen und Wähler gewonnen werden. Dies gelingt nur, wenn die CVP sich ein klareres Profil gibt, die Sorgen der Wählerschaft vermehrt aufnimmt und in einen ständigen Dialog mit der Basis tritt. Die CVP muss ein unverwechselbares "Produkt " anbieten; eines, das eine positive Identifikation erlaubt . Die CVP muss sich selber wieder ein klares Leitbild geben, das auf der uns eigenen Weltanschauung basiert.
Aus diesen Überlegungen folgen drei konkrete Aufträge, die einer jeweils separaten Arbeitsgruppe zu übertragen sind.
Bei der Umsetzung dieser Aufträge ist speziell dem Einbezug der Basis Beachtung zu schenken.
Daraus ergibt sich die
Projektorganisation des Erneuerungsprozesses:
Struktur "CVP 2004"
AG 1: Weltanschauung-
Leitbild
Die Arbeitsgruppe formuliert die für uns gültige Weltanschauung
und erarbeitet darauf basierend ein Leitbild. Darin soll aufgezeigt werden,
welches Menschenbild, welches Staatsverständnis und welche politischen
Grundüberzeugungen die CVP vertritt und welche Umgangsformen intern herrschen
sollen. Dazu soll die Arbeitsgruppe aussenstehende Fachleute anhören
und sich mit den vorhandenen Materialien wie Parteiprogramme und Positionspapiere
auseinandersetzen.
Von der formulierten Weltanschauung und dem Leitbild soll es zwei Fassungen
geben: Eine ausformulierte, argumentierende Form, sowie eine knapp gefasste,
plakative Form.
AG 2: Themen / Themenmanagement
In einer ersten Phase stellt die Arbeitsgruppe Themen zusammen, die die Leute
beschäftigen und von der CVP aufgenommen werden sollen. Dies geschieht
über eine Vernehmlassung bei Gemeinderäten und Ortsparteien sowie
bei der CVP-Wählerschaft. Jede Ortspartei prüft innerhalb, welche
Themen gemeinde-intern beschäftigen. Die Arbeitsgruppe stellt dazu einen
Raster als Hilfsmittel für die Ortsparteien.
Im Weiteren sollen auch die kantonalen Parlamentarier/innen "befragt"
werden.
Die Arbeitsgruppe nimmt eine Priorisierung vor und teilt die Themen in folgende
Gruppen ein:
AG 3: Organisation
Die Arbeitsgruppe macht sich Gedanken darüber, ob die derzeitige Struktur
der CVP innerhalb des Kantons den Anforderungen genügt. Sie überprüft
den Auftrag des Präsidiums, des Zentralkomitees, der Amtsparteien, der
Delegiertenversammlung sowie des Sekretariates und macht nötigenfalls
Änderungsvorschläge.
Die Arbeitsgruppe macht sich Gedanken darüber, wie organisatorisch sichergestellt
werden kann, dass in den einzelnen Ortsparteivorständen vermehrt politisch
diskutiert wird und Themen, die die Bevölkerung beschäftigen, aufgegriffen
werden. Im weiteren müssen die Ortsparteien darauf sensibilisiert werden,
dass es viele politisch interessierte Personen gibt, die. nicht aus einem
"CVP-Haus" stammen, aber durchaus für die Mitarbeit gewonnen
werden können.
Vertreterinnen und
Vertreter der Ortsparteien
Jede Ortspartei definiert eine Ansprechperson für die Arbeitsgruppen.
Diese Personen werden von der Leitung umfassend über den Stand der Arbeiten
informiert. In jeder Ortsparteil soll sichergestellt werden, dass von den
Bemühungen der Kantonalpartei Kenntnis genommen wird.
Die Ansprechperson hat den Auftrag dafür zu sorgen, dass die Ortsparteien
die Vernehmlassungen seriös durchführen, und dass die Gemeinderäte
miteinbezogen werden.
Sie hat ihrerseits den Auftrag, Fragen oder Zwischentöne an die Projektleitung
weiterzugeben.
Zeitlicher Ablauf
Bis Ende April: Konstituierung der Arbeitsgruppen
1. Mai: Hearing der Arbeitsgruppe 1 mit Experten
3. Juni: Start Basisbefragung / Veranstaltung mit Ortsparteikontakt-personnen
Bis Ende August: Auswertung
der Resultate
Bis Mitte September: Jede Arbeitsgruppe stellt eine erste schriftliche Zusammenfassung
ihrer Arbeit der Projektleitung zu
Bis Ende Oktober: Projektleitung erarbeitet ein Konzentrat
Ende 2004: Plenumsveranstaltung: Vorstellung der Ergebnisse / Formulierung der Anträge an die Kantonalpartei, Beschlussfassung
Unser Ziel
Im Jahre 2004 muss die
CVP des Kantons Luzern einen Kraftakt vollbringen. Die notwendigen Veränderungen
erreichen wir vorab dann, wenn allen klar ist, dass der Erneuerungsprozess
nötig ist und dieser auch auf allen Ebenen sichtbar gemacht wird. Deshalb
sollen auch möglichst viele Leute darin integriert werden.
Das Ergebnis kann durchaus sein, dass einzelne erkennen, nicht mehr dazuzugehören.
Vorerst wollen wir aber versuchen, möglichst nicht auszugrenzen, sondern
in der Diskussion einen Konsens zu erarbeiten. Keiner weiss zum Voraus genau,
was für die Partei gut ist und wie der Erfolg sichergestellt werden kann.
Jeder weiss aber, dass wenn nichts unternommen wird, weiterer Verlust an Terrain
droht. Wir beschreiten also einen Prozess, dessen Ergebnis offen ist. Wir
wünschen, dass alle Beteiligten dabei die nötige Offenheit haben
und auch den Mut aufbringen, neue Wege zu beschreiten.